Entspannungstraining
Seit der frühesten Menschheitsgeschichte wurden Verfahren und Methoden entwickelt, um einen Zustand der Entspannung herbeizuführen.Auf körperlicher Ebene löst die Tiefenentspannung den Entspannungsimpuls auch Relaxation Response genannt aus: Stresshormone werden abgebaut, Glückshormone, die Endorphine ausgeschüttet, die Produktion bestimmter Botenstoffe im Gehirn angeregt. Der Energie senkende Teil des autonomen Nervensystems, der Parasympatikus wird aktiviert, die Aktivität des Energie anregenden Teils des autonomen Nervensystems, des Sympathikus, reduziert. Der Kreislauf kommt zur Ruhe, die Arterienwände entspannen sich. Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Magenproblemen, Verdauungskrankheiten sowie allen Stress bedingten Krankheiten wird vorgebeugt.
Das Immunsystem wird angeregt und damit Erkältungskrankheiten und Stoffwechselstörungen vorgebeugt. Reparaturvorgänge im Körper werden verbessert. 10-15 Minuten Tiefenentspannung können auch während des Tages oder nach der Arbeit verbrauchte Energie sofort wieder zurückbringen.
Auf geistiger Ebene regeneriert die Tiefenentspannung, baut Spannungen ab, führt zu innerer Ruhe und Ausgeglichenheit. Die Tiefenentspannung kann auch zu einem Gefühl der Freude führen und zur Transzendierung des Körperbewusstseins.
Yoga
Auf energetischer Ebene helfen Yogaübungen, angeregten Energien in den feinstoffliche Energiekanälen, die so genannten Chakras, zu harmonisieren und aufzuspeichern.
Um die sehr umfangreichen Philosophien und Lehren im Yoga zu vereinfachen, hat Swami Vishnu-devananda die Weisheit des Yoga in 5 Prinzipien zusammengefasst. Diese 5 Punkte legen dar, wie physische und geistige Gesundheit sowie spirituelles Wachstum entwickelt werden kann.
1. Richtige Körperübungen (Asanas) wirken systematisch auf alle Teile des Körpers schmieren die Gelenke, Muskeln, Bänder, Sehnen, stimulieren den Kreislauf und erhöhen die Beweglichkeit.
2. Richtige Atmung (Pranayama) verbindet den Körper mit seiner Batterie, dem Solar Plexus, wo enorme Energiereserven gespeichert sind. Durch die Atemtechniken des Pranayama wird diese Energie zur physischen und geistigen Belebung freigesetzt.
3. Richtige Entspannung (Savasana - Autosuggestion) kühlt das System ab, so wie die Kühlung im Auto. Entspannung ist das Mittel der Natur, den Körper aufzuladen.
4. Richtige Ernährung (vegetarisch)
5. Positives Denken und Meditation (Vedanta und Dhyana) Positives Denken und Meditation sind der Schlüssel um geistigen Frieden zu erlangen. Meditation ist die Methode, den Geist zu beruhigen und zu fokussieren.
Progressive Muskelrelaxation
Bei der Progressive Muskelrelaxation (PMR) nach Edmund Jacobson (1885 - 1976), spannt der Übende nacheinander verschiedene Muskelgruppen an und entspannt sie wieder. Er konzentriert sich auf den Kontrast der Anspannungs- und Entspannungsempfindungen, seine Aufmerksamkeit wird von den äußeren Alltagsgedanken weg und hin zu der inneren Wahrnehmung gelenkt. Zu der körperlichen Entspannung erfolgt auch die mentale Entspannung.
Autogenes Training
Beim Autogenes Training (AT) nach Prof. Johannes Heinrich Schultz (1884 - 1970) wird die Aufmerksamkeit auf die eigenen Körperempfindungen gelenkt. Wir spüren z.B. den rechten Arm und vergegenwärtigen uns das Erlebnis von angenehmer Schwere und Wärme, wie wir es nach körperlichen Anstrengungen kennen. Das AT leitet den Übenden dazu an, mit Hilfe verschiedener Formeln, die Aufmerksamkeit auf das Erleben von Entspannungsempfindungen wie Schwere, Wärme, Ruhe, ruhigen, gleichmäßigen Puls, warme, angenehme Ströme in der Magengegend und Kühle auf der Stirn zu empfinden. In der Fortgeschrittenenstufe kann der Übende mit persönlich zugeschnittene Formeln die Entspannung differenzieren und vertiefen. In der Oberstufe lernt der Übende sich tiefer zu versenken und erwirbt in der autogenen Meditation tiefere Einsichten und Impulse zur eigenen Persönlichkeitsentwicklung.
Meditation
Das Wort "Meditation" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Nachsinnen". Meditationstechniken sind in vielen Kulturkreisen entwickelt worden. Aus medizinischer Sicht sind sie sinnvoll um Alltagsstress und Hektik abzubauen und zur inneren Ruhe zu finden.
Manche Meditationen arbeiten mit einem sogenannten Mantra. Das ist ein Wort oder eine Silbe, den man sich innerlich vorsagt oder vorstellt. Dadurch soll das Bewusstsein abgelenkt werden und der Meditierende wird veranlasst, nach innen zu spüren.Ganz allgemein stärkt Meditation das Selbstwertgefühl, fördert die innere Ruhe und Harmonie sowie die Gelassenheit im Alltag. Auch die geistige Leistungsfähigkeit kann aus einer inneren Einkehr gestärkt hervorgehen.
Ziel der Meditation ist ein Loslösen vom Körper. Sie strebt den Zustand einer "gedanklichen Leere" an. Meditation ist in ihrer höchsten Stufe ein Zustand jenseits des Denkens, ein "Zustand reinen Bewusstseins ohne Inhalt". Allerdings lassen sich diese Ziele nur erreichen, wenn regelmäßig geübt wird. Empfohlen wird meist eine Übungsdauer von 30 Minuten täglich, möglichst zur selben Tageszeit und am selben Ort. Kurzfristige Erfolge sind selten. Hier eignen sich Entspannungstechniken wie die Progressive Muskelentspannung besser.