Humor stärkt die Psyche - ein RessourcenCoaching mit wingwave®
Forscher glauben, dass mehr noch als der Körper, die Psyche damit gestärkt wird, wenn wir die Welt von ihrer komischen Seite wahrnehmen.
In einem Artikel der Zeitschrift Gehirn und Geist von 11/2008 habe ich folgenden Artikel gefunden: Für Norman Cousins gab es kein besseres Schmerzmittel als einen Auftritt der "Blues Brothers". Der 1990 verstorbene US-Journalist und Autor litt jahrelang an Spondylarthritis, einer chronischen Entzündung der Wirbelsäulengelenke. Nichts schien seine Beschwerden ohne unangenehme Nebenwirkungen lindern zu können - außer die Gags des Komikerduos John Belushi und Dan Aykroyd. Zehn Minuten herzhaften Lachens bescherten Cousins nach eigenem Bekunden rund zwei Stunden Schmerzfreiheit. In seinem Buch "Anatomie einer Krankheit" schilderte der gelernte Arzt den Erfolg seiner selbst verordneten Lachkur. Sie dämmte anscheinend sogar die körperliche Entzündungsreaktion ein; der schließlich genesene Cousins engagierte sich fortan als Humorforscher an der University of California in Los Angeles.
Die Begleiterscheinungen eines heftigen Lachens sind ähnlich wie wenn wir aktiv sind. Die Muskeln ziehen sich beim Lachen zusammen, das Herz schlägt schneller, Blutdruck, Atemfrequenz und Sauerstoffumsatz steigen. Dennoch, die Folgen des schallenden Gelächters dauern kaum länger als ein paar Sekunden/Minuten.
Doch schon in den 30er Jahren fanden Wissenschaftler heraus, dass der Körper sich nach einem intensiven Lachen bis zu einer ¾ Stunde entspannt - und auch eine evtl. vorhandene Schmerzempfindlichkeit bleibt erst einmal vermindert.
Wissenschaftlich gesehen geht es um die Ausschüttung von Endorphinen, die im Gehirn Lustgefühle auslösen und gleichzeitig die Schmerzempfindungen dämpfen. Es gibt Hinweise, dass das Stresshormon Cortisol im Blut von erheiterten Personen sinkt, seine Immunabwehr somit stärkt. Japanische Forscher fanden heraus, dass auch der Botenstoff Chromogranin vermindert ausgeschüttet wird - er ist zuständig dafür, dass unser vegetatives Nervensystem durch psychische Belastung mehr/weniger in Aufruhr gerät.
Neurowissenschaftler entdeckten 3 Aspekte von Humor - einen kognitiven, einen emotionalen und einen motorischen. Das Erkennen einer Inkongruenz (Nichtübereinstimmung) und deren Auflösung in der Pointe geht mit erhöhter Erregung im präfrontalen Kortex einher. Aktivierungen der zum Belohnungssystem zählenden Amygdala sowie des Nucleus accumbens lösen Erheiterung aus. Diese Emotion wiederum bewirkt Lachen - über motorische Signale des Nucleus fazialis im Hirnstamm.
SelbstCoaching mit wingwave® zum Aktivieren der Humor-Ressourcen
Denken Sie einmal zurück in Ihrem Leben. Wo hat es schon einmal eine Situation gegeben, in der Sie so richtig herzhaft lachen konnten? Vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie die Augen schließen und in die Erinnerung wandern.
Haben Sie die Situation klar vor Augen oder brauchen Sie noch einen Augenblick?
Welches Bild haben Sie jetzt vor Augen, wer war bei Ihnen, war es eine lustige Begebenheit oder hat jemand etwas witziges gesagt? Hören Sie einfach die Geräusche in dieser Situation noch einmal, sehen, was es damals zu sehen gab und spüren, wie dieses unverwechselbare Lachen in Ihnen emporsteigt.
Und wenn Sie JETZT dieses Lachen wieder in sich spüren, dieses unverwechselbare Gefühl des Lachens, dann überkreuzen Sie die Arme und klopfen sich gleichmäßig auf die Schultern oder Oberarme. (der rechte Arm auf die linke Schulter/Oberarm, der linke Arm auf die rechte Schulter/Oberarm) Klopfen Sie in Ihrem eigenen Rhythmus mit der Stärke, die sich für diese heitere Szene angemessen anfühlt. Klopfen Sie so lange, bis sich das Bild richtig gut verfestigt hat. Dann atmen Sie einmal ganz tief ein, ausatmen, das Klopfen einstellen.
Wenn Sie jetzt an dieses Lachen denken, mit welchem Finger lässt sich dieses Gefühl des Lachens verstärken. Drücken Sie der Reihe nach Ihre 10 Finger und lassen sich überraschen, bei welchem Finger sich das gute Gefühl noch verstärkt.
Schließen Sie jetzt die Augen, konzentrieren sich auf das gute neue Gefühl, drücken zur Verstärkung den gefundenen Finger. Schließen Sie die Augen, wenn Sie mögen und lassen Sie die Augen sozusagen zu einer Schaukel werden und schaukeln sie 5 x den Lach-Gedanken in Verbindung mit dem Fingerdruck hin und her. Holen Sie tief Atmen, atmen Sie ruhig weiter und öffnen die Augen und sind wieder ganz da, im Hier und Jetzt.
Dieses SelbstCoaching können Sie so oft anwenden, wie Sie dieses Gefühl wieder spüren möchten.
Lachen ist die beste Medizin!